Am diesjährigen fmpro Instandhaltungstag bei dsm-firmenich in Sisseln genossen die Teilnehmenden neben spannenden Vorträgen auch eine eindrückliche Führung durch das Werk – unter anderem die weltweit grösste Produktionsanlage für Vitamin E – und pflegten ihr Netzwerk, das sogenannte «Vitamin B» für die «Beziehungen».
Elf Anlagen, 1000 Mitarbeitende, rund 110 Produkte, rund 80 Vitaminformen – das sind nur ein paar der Zahlen, mit denen das Werk von dsm-firmenich in Sisseln aufwartet. Die Teilnehmenden des diesjährigen fmpro Instandhaltungstages liessen sich durch die Welt des Unternehmens führen – zuerst in einem Fachvortrag, dann auf einer Führung durch die verschiedenen Anlagen und Labore.
Dass Instandhaltung hier eine entscheidende Funktion ist, konnte hautnah erlebt werden. Der Abteilungsleiter Improve, Bozidar Cvijetic, leitete die Vortragsreihe mit einigen Hintergrundinformationen ein. Andreas Wernli, Reliability Experte beim Unternehmen, erläuterte in seinem einleitenden Vortrag unter anderem die verschiedenen Methoden des Condition Monitoring, die hier genutzt werden: von Wirbelstrommessungen über Röntgen oder Vibrationsanalysen bis hin zu Ultraschallmessung, Druckluft-Leckage-Messung, Teleskopie, Motion Amplification oder Robot Crawler. «Es geht immer darum, die richtige Methode für den spezifischen Fall anzuwenden», sagte Andreas Wernli.
Im Anschluss nahmen zwei weitere Vorträge diese Vorlagen auf: Einerseits wurde ANYmal vorgestellt, ein Robotiksystem, das auch bei dsm-firmenich im Einsatz ist – und sich zu einem kollaborativen Mitarbeiter entwickelt hat. Er erledigt automatisierte Inspektionen, federt den Personalmangel ab, entlastet Mitarbeitende von Routine-Aufgaben und erkennt kritische Anomalien, bevor kostspielige Ausfälle entstehen. Andererseits ging es um moderne Möglichkeiten der Sichtprüfung. Diese überschreitet zunehmend technische Grenzen – von Endoskopen mit weniger als einem Millimeter Durchmesser bis hin zu kamerabestückten Drohnen sind heute vielfältige Anwendungen möglich.
Ein Tag mit geballten Informationen und Einblicken
Andreas Wernli stellte diesen vielseitigen Instandhaltungstag zusammen. «Auf unserem Areal konnten wir viele Themengebiete von fmpro abdecken und allen etwas bieten – von alten Industrieanlagen bis zu Neubauten, die heutige Herausforderungen und Arbeitssituationen abdecken», erzählt er. «Eine Hürde war unsere Sicherheitskultur, die aufgrund der Gefahren in chemischen Produktionsanlagen naturgemäss gegeben ist. Wir konnten das aber gut händeln und die Besucher waren bereit, ihren Teil dazu beizutragen. Auch freute es mich sehr, dass unsere Betriebsleiter, Verantwortliche und Helfende schnell gefunden wurden. Das erinnerte mich an meine LFMM-Ausbildung bezüglich Personalführung. Man kann sagen, wie eine Brücke auf die Paradiesinsel gebaut werden muss oder man erzählt, wie schön es auf der Insel ist. Letzteres war jedenfalls die bessere Strategie für diesen Instandhaltungstag.»
Natürlich kam auch das schon erwähnte «Vitamin B» nicht zu kurz: Für viel Networking und Austausch-Möglichkeiten sorgte der traditionelle Apéro zum Abschluss des Tages.
Informationen über dsm-firmenich
Bild: Andreas Wernli