
Am 25. Juni 2026 findet in der Messe Luzern das fmpro Symposium 2026 statt – der Community-Anlass für die ganze FM- und Maintenance-Branche und ein abwechslungsreicher Mix von Fachinhalten, Verbandsinformation und Networking.
Wie gewohnt beginnt das fmpro Symposium 2026 mit der Generalversammlung von fmpro. Im Anschluss erwarten die Teilnehmenden ein Keynote-Referat, vier Impulsreferate sowie ein Innovation Market und der fmpro Social Event.
Teilnahmegebühr: CHF 200 für fmpro-Mitglieder / CHF 275 für Mitglieder von Partnerverbänden / CHF 350 für Nicht-Mitglieder (alle Preise zzgl. MwSt.)
An der Generalversammlung berichten wir über die Aktivitäten unseres Verbandes im vergangenen Jahr und geben einen Ausblick, was wir aktuell und mittelfristig planen.

«Der Mensch im Zentrum, «Veränderung als Chance» oder «konsequente Kundenorientierung» – ob im Berufsleben oder privat: Unser Alltag ist voller Floskeln und perfekt polierter Sätze, die gut klingen, aber wenig aussagen. Doch warum ist das so? Wieso kommunizieren wir zwar immer mehr, sagen dabei aber immer weniger? Die Gründe sind vielfältig: Unsicherheit, Gewohnheit, Kalkül, Anpassungsdruck – und manchmal auch schlicht die Tatsache, dass wir im digitalen Zeitalter auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen müssen.
Gemeinsam können wir Kommunikation wieder zu dem machen, was sie eigentlich ist: unserem wichtigsten Werkzeug, mit dem wir Orientierung schaffen und Brücken schlagen – gerade in anspruchsvollen Umfeldern wie dem Facility Management oder der Maintenance, wo wir verschiedenste Menschen, Abläufe und Ziele auf einen Nenner bringen müssen.
In ihrer Keynote geht die Luzerner Kommunikationsexpertin Ivana Leiseder einfachen, aber zentralen Fragen auf die Spur:
Ivana Leiseder ist eine Luzerner Kommunikations- und Marketingexpertin sowie Buchautorin. Ihr TEDx-Talk «How to decode bullshit buzzwords» wurde 2025 von der bekannten US-amerikanischen Redner-Organisation TED für seine besondere gesellschaftliche Relevanz ausgezeichnet. Leiseder hat an der Universität Zürich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie studiert und ist eidgenössisch diplomierte PR-Fachfrau. Aufgewachsen zwischen Tito und Tell versucht sie, das Beste aus beiden Welten zu verbinden: kompromisslose Direktheit und diplomatische Zurückhaltung, «wenn es sein muss», wie sie sagt.
Im Anschluss werden vier Impulsreferate auf die Herausforderungen von FM- und Maintenance-Spezialisten eingehen.
15.30 bis 16.15 Uhr
Unternehmertum als Erfolgsfaktor in Industrieunternehmen
PB Swiss Tools schreibt seit 145 Jahren eine industrielle Erfolgsgeschichte. Das inhabergeführte Unternehmen setzt dabei auf klare Werte wie Qualität, Swissness und Nachhaltigkeit, aber auch auf Innovation und unternehmerischen Mut. Doch reicht das noch aus in einem sehr anspruchsvollen Umfeld, mit instabilen Märkten, geopolitischer Unsicherheit und einem rasanten Wandel von Technologien und Arbeitswelten.
Eva Jaisli zeigt in ihrem Referat auf, dass ein verändertes Führungsverhalten gefordert ist, bezüglich strategischer Prozesse wie auch Leadership.
Entscheidungsprozesse spielen dabei eine zentrale Rolle. Um Entscheide mit langfristigen Auswirkungen zu fällen, bei denen nicht alle Fakten bekannt oder klar sind, benötigt Mut und speziell auch die Einbindung der beteiligten Führungscrew.
Dies gilt explizit auch für die hohe Unbeständigkeit der Instandhaltung der Produktion, welche schwer planbar ist und auf unerwartete Ereignisse schnelle Reaktionen erfordern.
Leadership bedeutet aber auch, ein Unternehmen und eine Marke positiv zu besetzten. Renommee wird von Menschen gestaltet und das Verhalten gegenüber den verschiedensten Anspruchsgruppen erfordert starke Persönlichkeiten. Schlussendlich ist es auch eine Frage der persönlichen Einstellung, wie man sich in einem sehr herausfordernden Umfeld bewegt.
Eva Jaisli ist Mitinhaberin und VR-Präsidentin der PB Swiss Tools AG. Mit über 30 Jahren Erfahrung im internationalen Marketing, Verkauf und strategischen Management sowie verschiedenen strategischen Mandaten, verfügt sie über umfassende Kompetenzen in Geschäftsführung und Unternehmensstrategie. Sie legt Ihren Fokus darauf, Unternehmen durch innovative Ansätze und klare strategische Planung weiterzuentwickeln. Eva Jaisli wurde 2015 der Ehrendoktortitel der Univeristät Bern verliehen. Sie verfügt über ein MBA mit Fachrichtung international Marketing sowie Weiterbildungen an der HSG zu Corporate Governance und General Management of Executives. LinkedIn
16.45 bis 17.30 Uhr
Betriebliches Gesundheitsmanagement: Wie Führung und Unternehmenskultur die Resilienz stärken können
Fluktuation, Fachkräftemangel, zunehmende Krankheitsabsenzen – und spätestens dann kommt der Begriff Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ins Spiel. Dass BGM tatsächlich hilft, lässt sich belegen. Doch damit das gelingt, braucht es eine klare Strategie. Und das Bewusstsein, dass BGM kein Projekt ist, sondern eine Haltung. Es ist eine Frage der Führung und der Unternehmenskultur.
In seinem Referat zeigt Andreas Krause nicht nur, was BGM bedeutet und weshalb man sich darum kümmern sollte. Er gibt auch konkrete Hinweise, wie man die eigene Führungsrolle hinterfragt und ändert und wie man die Resilienz der Mitarbeitenden und des gesamten Unternehmens stärken kann.
Prof. Dr. Andreas Krause ist Co-Leiter des Instituts für Mentale und Organisationale Gesundheit an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. Er forscht zu gesunder Arbeit, Führung und neuen Formen der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen entwickelt er evidenzbasierte Lösungen für mentale Gesundheit und nachhaltige Leistungsfähigkeit in Organisationen. LinkedIn
15.30 bis 16.15 Uhr
Nachhaltige institutionelle Verpflegung: Herausforderungen und Chancen
Institutionelle Verpflegungssysteme stehen im Spannungsfeld komplexer Anforderungen: Sie müssen ernährungswissenschaftlich fundierte Empfehlungen umsetzen, die Diversität der biografischen und kulturellen Prägungen der zu Verpflegenden berücksichtigen, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeitsziele erfüllen und gleichzeitig bezahlbare Angebote sicherstellen.
Nachhaltigkeit umfasst in diesem Kontext auch ökologische Aspekte wie Ressourcenverbrauch und Emissionen, soziale Gerechtigkeit, gesundheitliche Qualität sowie Akzeptanz der angebotenen Speisen. Die Berücksichtigung individueller Präferenzen und Ernährungsbiografien ist entscheidend, um gesundheitliche und soziokulturelle Bedürfnisse zu erfüllen. Gleichzeitig entstehen strukturelle Herausforderungen, sowohl durch finanzielle Restriktionen als auch durch unterschiedliche Erwartungen an Geschmack und Gewohnheiten.
Wie ist soll mit diesen vielschichtigen Herausforderungen umgegangen werden und welche Chancen bieten diese? In ihrem Vortrag zeigt Christine Brombach - auch anhand praktischer Beispiele - dass partizipative Ansätze und die Integration nachhaltiger Ernährungsempfehlungen aussichtsreiche Möglichkeiten darstellen, um die Transformation institutioneller Verpflegung hin zu ganzheitlichen, nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Angeboten zu unterstützen.
Christine Brombach ist Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich nachhaltiger Ernährung, insbesondere im Kontext der Planetary Health Diet sowie des Ess- und Konsumverhaltens in verschiedenen Altersgruppen. Ein besonderes Interesse gilt dem alltäglichen Ernährungshandeln in privaten Haushalten. Sie studierte Oecotrophologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen und in den USA (M.Sc.) und wurde an der Universität Giessen promoviert. Anschliessend war sie vier Jahre lang als Projektkoordinatorin der Nationalen Verzehrsstudie II am Max Rubner-Institut (Karlsruhe, Deutschland) tätig, bevor sie ihre Arbeit an der ZHAW aufnahm. Website
16.45 bis 17.30 Uhr
KI im FM und Gebäudemanagement – was heute funktioniert (und was noch nicht)
Das grösste Hindernis für Produktivität und Servicequalität im Gebäudebetrieb ist nicht ein Mangel an IT-Lösungen, sondern das herrschende Datenchaos. Oft fehlen verlässliche Daten und saubere Prozesse: Informationen liegen unstrukturiert in PDFs oder Excel-Listen und sind über verschiedene Ablagen verstreut. Die Folgen sind repetitive Fleissarbeit, hohe Abstimmungskosten und Entscheidungen im Blindflug.
Basierend auf einer Analyse mit über 100 Interviews mit FM-Dienstleistern, Bewirtschaftern, Eigentümern und Gebäudetechnikern beleuchtet Thomas Kessler die Kluft zwischen KI-Hype und betrieblicher Realität. Er zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele auf, wie aus diesem Chaos verifizierte, strukturierte Daten für Betrieb, Audits und Lifecycle-Planung werden. Die Teilnehmenden erhalten klare «Do’s and Don’ts» für den Einsatz von KI und erfahren, welche Ansätze heute bereits funktionieren, um den FM-Alltag spürbar zu entlasten.
Thomas Kessler ist seit über 15 Jahren als Unternehmer und Technologieanbieter im Real Estate und Facility Management tätig. Als Gründer und ehemaliger CEO des Proptechs Locatee verfügt er über tiefe Branchenkenntnisse. Heute ist er Verwaltungsrat, Innosuisse-Coach und Gründer von flint. Sein neues Venture entwickelt KI-basierte «Digital Worker», die unstrukturierte Gebäudedaten in nutzbares Wissen verwandeln. LinkedIn
Tempo und Abwechslung ist das Motto des Innovation Market: Anbieter haben exakt 4 Minuten Zeit, ihre Innovation dem Publikum vorzustellen und es für sie zu gewinnen.
Das kurzweilige Format ermöglicht es den Teilnehmenden, spannende Lösungsansätze für ihre täglichen Herausforderungen im Arbeitsumfeld kurz kennenzulernen und zu entscheiden, worüber sie gerne mehr wissen möchten.
Möchten Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung am Innovation Market vorstellen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
Geniessen und netzwerken: Zum Abschluss des fmpro Symposium 2026 findet ein Social Event mit Apéro, Nachtessen, spannenden Gesprächen und neuen Kontakten statt.
Das fmpro Symposium ist der zentrale Community-Anlass für die ganze FM- und Maintenance-Branche und ein abwechslungsreicher Mix von Fachinhalten, Verbandsinformation und Networking. Mehr als 200 Führungskräfte trafen sich an der diesjährigen Veranstaltung.
Wie gewohnt startete das Symposium mit der Generalversammlung von fmpro. Präsidentin Karin Schaad eröffnete diese mit einigen Highlights aus dem vergangenen Verbandsjahr: Unter anderem verzeichnet fmpro einen Mitgliederzuwachs, führte dem Markt über die eidgenössischen Prüfungen 329 neue Fachkräfte zu und veranstaltete 25 Netzwerkanlässe mit einem Teilnehmerzuwachs von 30 Prozent – um nur einige dieser Highlights zu nennen.
Auch wirtschaftlich arbeitete fmpro im Jahr 2024 solide und verzeichnete einen Gewinn von rund 20’000 Schweizer Franken. Für das laufende Jahr ist ein Gewinn von 5000 Franken budgetiert. Zur Stärkung der Eigenmittel und zur wirtschaftlichen Abstützung stimmten die Mitglieder mit grossem Mehr einer moderaten Erhöhung der Mitgliederbeiträge zu.
Alle Traktanden und geplanten Aktivitäten stiessen unter den Mitgliedern auf breite Zustimmung. Der Vorstand freut sich über dieses grosse Vertrauen. Apropos Vorstand: Die Präsidentin Karin Schaad und die Vizepräsidentin Cécile Bürki-Gut wurden beide für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.
Auch im Key Note Referat von Monika Bütler – welches die anschliessende Fachtagung einleitete – stand die Zukunft im Mittelpunkt, nämlich die Zukunft der Arbeit. Monika Bütler ist selbständige Ökonomin und zeichnet sich aus als eine Wissenschafterin, welche volkswirtschaftliche Zusammenhänge verständlich und praxisbezogen zu vermitteln versteht.
Arbeit ist der wichtigste Produktionsfaktor – und gleichzeitig derjenige, über den am meisten Missverständnisse existieren. Monika Bütler zeigte in ihrem Referat auf, weshalb uns die Arbeit trotz mehreren technologischen Umwälzungen nicht ausgegangen ist. Das Entstehen neuer Berufsfelder und Ausbildungen – zum Beispiel auch im Facility Management – zeige, dass sich Menschen und Firmen anpassen können. «Wir machen uns viele Sorgen zu Recht, aber auch viele zu Unrecht», sagte sie und ging auch darauf ein, dass wir seit 1950 zwar um ein Vielfaches produktiver wurden, aber nur zirka 30 Prozent weniger arbeiten.
Monika Bütler gab viele spannende Zahlen und Erkenntnisse mit und sprach über den Handlungsspielraum sowie vielversprechende, aber auch gescheiterte Versuche von Politik und Firmen, auf diese Fragen Einfluss zu nehmen. Oft bewirke die Wirtschaftspolitik das Gegenteil von dem, was sie beabsichtige. Aber Monika Bütler zeigte auch auf: «Fachkräftemangel hatten wir immer wieder, er verschwand aber auch immer wieder, entweder durch Automatisierung oder gezielte Berufswahl.» Und sie betonte: «Gesellschaftliche Normen prägen stärker als irgendwelche Anreize.»
Apropos Fachkräftemangel: Das war eines der vier Themen der Impulsreferate, welche im Anschluss an das Key Note Referat auf alltägliche Herausforderungen von FM- und Maintenance-Spezialisten eingingen:
Der Innovation Market feierte am fmpro Symposium 2025 ein Comeback. In jeweils exakt vier Minuten Redezeit erhielten die Referenten die Gelegenheit, Aufmerksamkeit für ihre zukunftsträchtigen Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Der Innovation Market ist ein Pitch mit Geschwindigkeit – informativ und unterhaltsam. Unter anderem erfuhren die Teilnehmenden mehr zu Smart Metering, kleinen oder grossen Reinigungsrobotern, Inspektionen mit Drohnen, Service Robotics, einer All-inclusive-Waschraumlösung sowie zur Plattform Hygieneforum.
In den Pausen präsentierten verschiedene Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Und während einem genussvollen Apéro und Nachtessen liessen die Teilnehmenden den Tag mit spannenden Gesprächen und in gemütlicher Atmosphäre ausklingen und knüpften manch einen Kontakt, der in der Zukunft Früchte tragen könnte.
fmpro dankt allen Teilnehmenden für ihr Kommen und die vielen guten Feedbacks, den Referent:innen für ihre spannenden und lehrreichen Beiträge sowie den Ausstellern und den drei Sponsoren Kärcher, Apleona und Hygieneforum herzlich für ihre Unterstützung des fmpro Symposium 2025!
Apropos Zukunft: Das nächste fmpro Symposium findet am 25. Juni 2026 in der Messe Luzern statt – reservieren Sie sich das Datum schon heute!